Webinar: Gute Pressearbeit für Vereine

, ,

Wenn man sein Thema in den Medien platzieren möchte, hilft vor allem eins: Sich in die Lage einer Redaktion zu versetzen. Denn Redaktions- und Kommunikationsarbeit ist ständig im Wandel. Redakteurinnen und Redakteure haben heute wesentlich straffere Zeitpläne als noch vor ein paar Jahren und müssen ihre Prioritäten anders setzen.

Dabei handelt es sich nicht um eine einmalige Aktion. Gute und nachhaltige Pressearbeit erfordert sowohl das Befolgen einiger formaler Richtlinien (z.B. beim Schreiben einer Pressemitteilung oder eines Artikels) als auch das Aufbauen und Pflegen von Kontakten.

In diesem Webinar gebe ich eine Einführung in die Arbeitsweise von Redaktionen und erkläre, wie auch kleine Organisationen ihre Pressearbeit effektiver gestalten können

Aufgezeichnet im Ramen der openTransfer Akademie.

Wollen Sie mehr Tipps für die Umsetzung in Ihrer Pressearbeit erhalten?

Hier können Sie sich zu meinem Newsletter anmelden. Der Fokus liegt auf Unternehmen.
Vieles wird aber auch für Sie funktionieren. Als Dankeschön erhalten Sie das E-Book:

Sie sind Original. SO zeigen Sie es!

Hier gebe ich viele Tipps für authentische Öffentlichkeitsarbeit, die auch Vereine umsetzen können.

Welchen Sinn macht Pressearbeit?

, ,

Das Top-Thema bei meinem letzten Workshop zum Thema „Pressearbeit“  mit Vereinen:

Welchen Sinn macht eigentlich Pressearbeit und wie schaffe ich es, diese neben meinen vielfältigen Aufgaben umzusetzen?

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer meines letzten Seminares waren stark in ihre sozialen und ehrenamtlichen Projekte eingebunden und standen vor der Herausforderung, dass sie die Pressearbeit neben ihren eigentlichen Aufgaben mitmachen müssen.

Pressearbeit erfordert Zeit und Mühe. Eine Teilnehmerin sagte: „Pressearbeit ist so viel Aufwand, ganz ehrlich diese Zeit möchte ich viel lieber für meine Vereinstätigkeit nutzen.” Eine andere Teilnehmerin bestätigte dies und ergänzte, dass sie allein in ihrem Projekt sei und deshalb für sie Pressearbeit zweitrangig wäre. Eine dritte wiederum schilderte, dass sie in einer sehr starren Organisationsstruktur wäre. „Alles muss freigegeben werden und verursacht viel zusätzlichen Abstimmungsaufwand. Ich habe den Eindruck, dass meine Öffentlichkeitsarbeit weder gewollt noch geschätzt wird. Ich bereite alles vor, mache gute Bilder, liefere die Themen und suche den Kontakt zu den Journalisten, damit wir in die Zeitung kommen. Am Ende habe ich den Eindruck, dass die Pressearbeit meiner Chefin völlig egal ist. Warum also soll ich mir so viel Arbeit zusätzlich zumuten? ”

Die Teilnehmer/Innen sahen also keinen Sinn in der Mühe, die Pressearbeit macht.

Und: Aufgaben die aufwendig sind, die man aber für nicht notwendig hält werden nicht erledigt. Es fehlt schlichtweg die Motivation sich da auch noch „hinter zu klemmen“.

Was ist mein Rat? Wie konnte ich die Teilnehmer motivieren? Denn nur, wenn sie motiviert sind, dann werden sie Ergebnisse haben.

Die Frage nach dem Sinn

Es ist wichtig zu überlegen, warum mache ich denn Pressearbeit?

Welchen Sinn macht meine Mühe?

Fragen Sie sich also: Was das Ziel meiner Pressearbeit?
 Wen wollen Sie denn mit den Artikeln erreichen?

Was wollen Sie erreichen? Was könnte passieren?

  • Würden sie mehr Unterstützung bekommen, weil sie einen Sponsor finden?
  • Würden Sie mehr Mitglieder werben können, die ihnen Arbeit abnehmen und mit sich mit Ihnen gemeinsam engagieren?
  • Sprechen sie Betroffene an, für die Sie ein Angebot haben, welches sie dringend brauchen?
  • Verändern Sie vielleicht sogar das Leben von einem Menschen, allein dadurch, dass ihm jemand gesagt hat, dass es diesen Verein dort gibt und er sich an Sie wenden kann?
  • Wäre es nicht wichtig, dass ihre Arbeit in der Öffentlichkeit mehr gesehen und geschätzt wird?
  • Wäre ein schöner Artikel von einer gelungenen Veranstaltung für alle Mitstreiter wichtig, damit sie motiviert bleiben?

Meine Frage ist: Was motiviert Sie, Pressearbeit zu machen? Visualisieren Sie sich den größtmöglichen Effekt, den Pressearbeit haben könnte. Stellen sie sich vor, wie ein Mensch ihren Artikel liest, im Radio von Ihrem Projekt hört oder einen Fernsehbeitrag sieht und somit etwas in Gang kommt, was ihn weiterbringt und sein Leben verändert.

Suchen Sie den Sinn hinter der Arbeit. Machen Sie sich das jeden Tag klar. Erinnern Sie sich daran indem Sie sich eine Notiz an den Spiegel schreiben oder stellen Sie sich eine schöne Postkarte auf!

Denn wenn Sie wissen, warum sie etwas tun, werden sie motivierter sein um:

  • Vereinsmitglieder anzusprechen passende Bilder zu machen,
  • sich eine Zeit festzulegen, in der sie anfangen, Journalisten anzurufen
  • im Vorhinein rechtzeitig eine gute Presseeinladung zu versenden
  • Ausschau nach interessanten Medien zu halten und Themen anbieten

und aktiv Pressearbeit für Ihre Sache zu machen.

Wollen Sie mehr Tipps für die Umsetzung in Ihrer Pressearbeit erhalten?

Hier können Sie sich zu meinem Newsletter anmelden. Der Fokus liegt auf Unternehmen. Vieles wird aber auch für Sie funktionieren.

 

 

 

Wie Sie mit Kundenevents möglichst groß in die Medien kommen

, ,

Sie fragen sich wie Sie es schaffen können, dass ein Journalist zu Ihrem Kundenevent kommt um zu berichten? Denn klar ist: Wer in der Presse ist, bekommt Aufmerksamkeit. Die Kunden vor Ort sind beeindruckt, dass die Presse da ist. Sie werden bekannter und gewinnen neue Kunden.  Ihre Mitarbeiter sind stolz, dass sie bei Ihnen arbeiten.

Wie schaffen Sie es also, dass berichtet wird? Ganz einfach: Machen Sie aus einer Mücke einen Elefanten.

Warum? Bei der Vielzahl von Terminen, die Journalisten heute als Presseeinladung in ihrem E-Mail Postfach finden, muss es sich schon lohnen, genau zu Ihnen zu kommen.

Sie müssen also den sogenannten Nachrichtenwert liefern. Das bedeutet, Sie bieten einen Mehrwert: Entweder liefern Sie wichtige oder neue Informationen oder Sie unterhalten den Leser.

Mit einem Tag der offenen Tür, an dem die Kunden gerne mal vorbeischauen dürfen, ist es da nicht getan.

 

 

Ein Beispiel. Vor kurzem war ich auf einem Pressetermin bei Salzreich in Trinwillershagen. Die Betreiber Karin und Axel Günther haben ihren Salzturm um einen Anbau mit einer Natursolevernebelungsanlage ergänzt.

Vor Ort gab es jede Menge Spektakel, das ich hier aufliste. Daneben finden Sie einen konkreten Nutzern oder Anreiz für den Journalisten:

  • Führung durch die Salztürme und Probelauf Vernebelungsanlage. Hier konnten die Journalisten mit guten Bildern rechnen.
  • Enthüllung von Kunstwerken. Etwas neues, von dem berichtet werden kann.
  • Bürgermeister und ein Landratskandidat waren Ehrengäste. Das Event gewinnt an Bedeutung und der Journalist bekommt „zitierfähige Prominenz“ serviert.
  • Eine Mitarbeiterin stellte einen selbst komponierten Salzsong vor. Eine unterhaltsame Aktion, die zeigt, dass sich die Mitarbeiter im Unternehmen engagieren. Das verspricht eine gute Geschichte.
  • Zusätzlich wurde unterhaltsames wie Live-Musik und ein Quiz zum Thema Salz geboten.

Fazit: Es war ein Programm welches viel bot, aber trotzdem für einen Journalisten innerhalb einer Stunde zu schaffen war.

Neugierig? Hier geht es zu meinem Beitrag auf www.alles-mv.de 

Wenn Sie also ein Kundenevent planen dann überlegen Sie sich, wie Sie Ihr Event so groß wie möglich machen können.

  • Holen Sie sich passende Partner, um ihr Event zu vergrößern.
    Der Vorteil: Die werben ebenfalls für das Event und bringen so mehr Bekanntheit. Zudem erhält der Termin mehr Relevanz.
  • Überlegen Sie sich überraschende, unterhaltende Aktionen, die gute Bilder liefern und die Besucher zum Mitmachen animieren.
  • Versuchen Sie prominente Persönlichkeiten/Experten für Ihr Event zu gewinnen.

 

 

Pressearbeit nebenbei – geht das?

, ,

In der Zeitung stehen und Interviews geben? Von Kunden angesprochen werden und keine Probleme haben, gute Auszubildende zu finden. Dem Wettbewerb eine Nase voraus sein? Lieblingskunden anziehen, weil das Unternehmen über Pressearbeit mit seinem Alleinstellungsmerkmal besser wahrgenommen wird: Das wäre schon was!

Auch kleine Unternehmen haben die Chance in die Medien zu kommen. Bei kontinuierlicher Pressearbeit können Sie genauso wie die „Großen“ ein positives Image aufbauen und sichtbarer werden. Wer im vollen Markt gesehen wird und mit Medienpräsenz auf sich aufmerksam macht, der verkauft natürlich auch mehr.

Aber gerade kleine Unternehmen und Lokalhelden können sich eine Fachstelle für Öffentlichkeitsarbeit, also Public Relations (PR), nicht leisten. Also, wer soll und kann die Pressearbeit im Unternehmen machen?  Wie viel bringt Pressearbeit wirklich?
Welcher Aufwand und welche Kosten sind zu erwarten und gibt es Möglichkeiten doch etwas auszulagern?

Für wen lohnt sich Pressearbeit?

Pressearbeit gehört zum Marketingmix und ergänzt die Öffentlichkeitsarbeit wie SocialMedia oder Messeauftritte. Während über SocialMedia, Werbung und Kundenkommunikation direkt mit dem Kunden der Kontakt gesucht wird, entscheidet hier der Journalist, was gedruckt oder gesendet wird. Man spricht in diesem Falle von dem „GATEKEEPER“ also einem Türsteher. Darum ist es schwieriger, in die Medien zu kommen als einen Facebook-Account aufzusetzen. Dennoch gibt es zwei entscheidende Vorteile:

  • Die Reichweite ist über die Massenmedien, deutlich größer und
  • die Glaubwürdigkeit ist höher.

Auch wenn in den letzten Jahren das Unwort LÜGENPRESSE entstand, eigentlich trauen viele Menschen den Medien. Was in der Zeitung steht und im Fernsehen gesendet wird, hat die Aufmerksamkeit der Menschen und auch Ihrer Kunden. Eben weil nicht jeder „einfach so“ da rein kommt. Folgende Punkte sprechen für Pressearbeit:

  • Sie haben Produkte/ Dienstleistungen, die ein positives Unternehmensimage stärkt und wodurch Sie sich vom Wettbewerb abgrenzen.
  • Sie wollen bekannter – auch regional- werden?
  • Sie haben ein ungewöhnliches Produkt oder sind spezialisiert.
  • Sie haben ein Marketingbudget und schalten bereits

Wie und wer kann Pressearbeit im Unternehmen machen?

Bei kleinen Unternehmen ist die Pressearbeit keine Vollzeitstelle. Das heißt, jemand muss den Job zusätzlich übernehmen. Die Pressesprecherin oder der Pressesprecher sollt eine zentrale Stelle im Unternehmen ausüben, um über alle Bereiche einen Überblick zu haben. Ein regelmäßiger Austausch mit der Geschäftsführung, aber auch ein guter Kontakt zu den Mitarbeitern aus Vertrieb und Produktion sind wichtig. Aus meiner Erfahrung heraus wird die Pressearbeit aus diesen Gründen oft von der Assistenz oder dem Marketing übernommen. Wichtig ist, dass für diese Arbeit Zeit zur Verfügung steht. Gute Pressearbeit braucht Strategie, Dranbleiben und Zeit. Auch eine gute Schreibe und Kreativität sind notwendig. 

Pressearbeit kann gut als Teilstelle im Unternehmen umgesetzt werden. Auch wenn das Pensum nicht das Gleiche wie bei Großkonzernen ist, braucht es eine Strategie. Dazu zählt, dass die Ziele  definiert werden und die Aufgaben klar umrissen sind. Es wird festgelegt, wie viel Zeit für diese Aufgaben zur Verfügung steht.  

Pressearbeit lernen – geht

Von einem Bäcker wird niemand verlangen, dass er Würstchen herstellt.  Bei der Pressearbeit ist das leider so, dass diese schnell als Aufgabe vergeben wird ohne dass die Fachkenntnis dafür vorhanden ist.  Die Kommunikation mit der Öffentlichkeit ist wichtig. Eine Pressestelle, die nicht weiß, wie eine Pressemitteilung geschrieben wird, die keine Journalistenkontakte aufbauen kann und sich scheut, beim Journalisten anzurufen schadet mehr als das sie nützt. Pressearbeit ist kein Hexenwerk und lässt sich in Schulungen sehr gut erlernen. Was müssen Sie den Journalisten liefern, wie kommen sie  an Kontakte und wie werden gute Texte geschrieben sind einige wichtige Inhalte. Sie müssen verstehen, wie der Journalist tickt und wie das Presse-Business läuft. Vieles lässt sich auch nebenbei vorbereiten. Bestimmte  Themen können langfristig geplant werden, gute Bilder entstehen vor Ort und eine abgestimmte Vorlage für die Pressemitteilung kann bereit liegen.

Kann was ausgelagert werden? Wer unterstützt in „Stoßzeiten“

Pressearbeit ist ein Beruf, der Fachkompetenz erfordert. Es gibt Möglichkeiten sich Unterstützung zu holen. Freie Journalisten können die Pressemitteilung schreiben, PR-Berater stehen beratend für Kampagnen zur Seite. Manchmal reicht ein Feedback, ob die Idee für die Pressemitteilung auch beim Journalisten ankommt oder wie das Thema am besten verkauft wird. Bei meinen Kunden entstehen die Ideen für Kampagnen in Workshops und liefern Pressefutter für das ganze Jahr.

Fazit: Pressearbeit lohnt sich auch für kleine Unternehmen und kann als Teilzeitstelle besetzt werden. Pressearbeit bleibt ARBEIT, aber lässt sich teilweise gut vorbereiten. Öffentlichkeitsarbeit verlangt Fachkompetenz. Darum sollten die Mitarbeiter, die mit der Presse sprechen wissen, was sie tun. Unterstützung gibt es bei freien Beratern, PR-Agenturen. In Seminaren wird Pressearbeit geschult.

 

Wie können es Vereine dauerhaft mit ihren Themen in die Medien schaffen

,

Was heute Schlagzeilen macht, ist morgen kein Thema mehr. Journalismus ist eben auf Aktualität fixiert. Wie schaffen es Vereine trotzdem mit ihrem Thema dauerhaft präsent zu sein? Die Antwort liegt in der Lösung zweier Probleme: Wer dauerhaft präsent sein möchte, muss den Medienmachern als Experte zur Seite stehen. Journalismus lebt von Geschichten. Schaffen es die Vereine mehr davon zu erzählen sind die präsent. 

In seiner Novemberausgabe 2017 erklärte das Magazin der Journalist: „Warum sich ein langer Atem im Journalismus lohnt.“ Das Medienmagazin stellte in seinem Aufmacherthema auch gleich fest, dass dies fast unmöglich ist. „Was heute Schlagzeilen macht ist morgen kein Thema mehr, weil Journalismus auf Aktualität und Nachrichtenwerte fixiert ist“, lautete die Erklärung für das Dilemma vieler Vereine.
Ein Auslandskorrespondent schilderte, dass Redaktionen wenig kontinuierlich arbeiten, stattdessen nur punktuell interessante Texte ins Blatt holen. Redakteure seien also eher an bunten Geschichten und spektakulären Stimmen interessiert, als an profunder Analyse. Ins Blatt schaffe es, was Originalität verheißt, wird er zitiert.
Bei Dauerthemen bleibe immer die drängende Frage:Wie also berichten, ohne bei Redakteuren und Lesern den Eindruck des „more of the same“ zu erzeugen.

Besser gefragt: Wie können Vereine mit Ihren Themen dauerhaft in den Medien präsent sein?

Das Problem hat zwei Seiten. Einerseits haben wir den Abbau von Kompetenz durch ausgedünnte Redaktionen, auf der anderen Seite stehen die Zwänge des Journalismusgeschäfts. Denn grundsätzlich ist es nicht der Job von Journalisten, über Zustände zu berichten sondern über Ereignisse. Es wird also erst berichtet, wird wenn es knallt.

Nur wenn Vereine eine Lösungen für diese beiden Probleme anbieten, schaffen sie es, dauerhaft in die Medien.

Lösung 1:

Zusammenarbeit von Verein und Redaktion kompensiert fehlende Fachkompetenz und Personal

Vereine sind direkt am Problem dran und haben eine hohe Fachkompetenz. Sie sind die Experten ihres Themas. Leider wird genau diese Kompetenz wenig genutzt. Statt mit fundierten Hintergrundinformationen, gutem Bildmaterial und interessanten Geschichten die Journalisten zu entlasten, fordern Vereine Expertise, einen langen Atem und Manpower von den Redaktionen ein. Soll ein Thema dauerhaft in den Medien sein, müssen Vereine als kompetenter Partner den Redaktionen zur Seite stehen. Dafür braucht es aber auch von den Vereinen mehr als die Telefonnummer des gehetzten Lokalredakteurs und eine rudimentäre Pressemitteilung. Es braucht journalistische Kompetenz von Seiten des Vereins, bestenfalls in der Schaffung einer Stabsstelle für Öffentlichkeitsarbeit. Genau hier kann ein Austausch zu den Journalisten entstehen. Sensibilisierung auf aktuelle Entwicklungen(Monitoring), Vorschläge für Hintergrundberichte oder hier und da ein Tipp für gute Storys wären Aufgabe dieser Stabstelle.
Maja Nötzel, Hörfunkredakteurin beim SWR: „Mich nervt es, wenn ich im Kontakt mit dem Verein ausdrücklich darum bitte, auf dem laufenden gehalten zu werden, um dann in der Zeitung von wichtigen Veränderungen zu lesen. Mich hatte man dann einfach nicht auf dem Schirm.“
Informieren die Vereine die Redakteure immer erst kurzfristig oder gar nicht über Meilensteine und Termine, sind diese zu Recht vergrätzt und fassen ihr Thema ungern wieder an.

„Manchmal“, so sagt Maja Nötzel, „habe ich den Eindruck, die Vereine wollen testen, ob wir eine investigative Ader haben und ihre Termine herausfinden. Aber aufwändige Recherche und ständiges Monitoring ist bei einer dünnen Personaldecke einfach nicht drin“, erklärt die Journalistin.

Lösung 2: Liefern Sie einen gute Story
Journalisten brauchen eine Story, denn Menschen wollen über Menschen lesen. Genau diese Geschichten erleben engagierte Vereinsmitglieder jeden Tag. Doch oftmals wissen sie nicht, was journalistische Themen ausmacht und wie Storytelling funktioniert. Die Lösung: Medienkompetenz aufbauen. Nachfragen, wie es in der Redaktion abläuft und in den Kopf des Journalisten klettern, um das zu liefern, was er braucht.

Fazit: Vereine müssen in Weiterbildung investieren
Wollen Sie als Verein präsent sein, müssen Sie die Personal- und Kompetenzlücke der Redaktionen schließen. Das schaffen sie, indem sie Verständnis für eine Stabsstelle Pressearbeit entwickeln und Medienkompetenz aufbauen. Werden Sie zum Partner für die Redakteure, zum Experten für Hintergründe und fangen Sie an Stories zu erzählen.

So fangen Sie an, ihre Pressearbeit umzusetzen

,

 Nur wer den Grund für seine Pressearbeit kennt und Ziele definiert kommt in die Umsetzung.

Spielen wir einmal Mäuschen auf einem Empfang. Der Gastgeber hat seine Rede über seine Pläne für dieses Jahr gehalten, alle haben pflichtschuldig geklatscht. Im Anschluss finden am Buffet lockere Gespräche statt – man will ja „Netzwerken“.
Auch hier plaudert man über die Ziele des Jahres. Was hat man sich privat vorgenommen, wo soll es beruflich noch hingehen.

Das Gespräch plätschert dahin, doch auf einmal kommt Leben in die Unterhaltung. Einer der beiden Gesprächspartner sagt: „Ja und irgendwas mit Berg möchte ich dann auch noch mal machen“.

“Was heißt denn irgendwas mit Berg”, fragt sein Gegenüber.

„Na auf einen Berg steigen … vielleicht.“

„Ach, das ist ja der Knaller! Das habe ich in diesem Jahr auch vor. Am 25.September werde ich auf die Zugspitze steigen.“ Die Augen beginnen zu leuchten, die Gesten werden größer und die Begeisterung sickert aus allen Fasern des dunkelblauen Jacketts. Hier brennt jemand für seinen Bergaufstieg.
„Ich habe meine Bergtour schon gebucht. Ich weiß, was ich alles zur Vorbereitung brauche und war gestern das erste Mal im Fitnessstudio. Man o man, ich habe heute auch ganz schön Muskelkater“, geht das Gespräch enthusiastisch weiter.

„Wow“, denkt jetzt der Erste „der ist schon ganz schön weit in der Planung“ und hakt noch ein bisschen nach, wie das wohl kommt. Sein „irgendwas mit Berg“, kommt ihm jetzt ziemlich mickrig vor.

„Ja wissen Sie“, rückt der zukünftige Bergsteiger mit der Sprache raus, „ich war im letzten Jahr ziemlich krank. Da habe ich mir gesagt, wenn du wieder auf den Beinen bist, dann erfüllst du dir endlich deinen Traum und steigst auf so einen Berg. Ich weiß einfach, wenn ich da oben stehe, nachdem ich mich hoch gequält habe, wenn ich meine Grenzen überschritten habe, dann spüre ich: Ich habe mein Leben wieder zurück. Ich habe die Krankheit besiegt. Diesen Moment will ich unbedingt erleben.“

Was denken Sie, wer wird definitiv auf einen Berg steigen? Nummer eins oder der zweite Gesprächspartner?

Wenn ich jetzt auf dem gleichen Empfang einen Unternehmer treffe, der zu mir sagt: “Ach das ist ja interessant, sie beraten Unternehmen in strategischer Pressearbeit. Ja irgendwas mit Presse wollte ich für mein Unternehmen auch schon immer mal machen”, würde ich auf diesen Unternehmer setzen? Oder investiere ich meine Energie in einen Unternehmer, der mir in einem Erstgespräch folgendes erzählt: „In diesem Jahr feiern wir ein Jubiläum, das sollen alle wissen. Außerdem möchten wir völlig neue Kundengruppe ansprechen. Wir haben uns schon etwas überlegt. Jetzt suchen wir einen Weg in die Presse, denn wir denken, dass wird unsere Marketingkampagne sehr unterstützen.“

Für dieses Unternehmen wäre ich liebend gern die Bergführerin seiner strategischen Pressearbeit. Dieses Unternehmen kann ich dahin bringen, wo es hin möchte. Es sucht nur noch einen Weg und wenn es ihn kennt, wird diesen auch gehen.

Wollen Sie erfolgreiche Pressearbeit machen? Dann werden Sie ein Unternehmer oder Entscheider, der den Grund für Pressearbeit kennt und sich Ziele setzt. Das ist das Fundament ihrer Strategie. Ihr „warum“ garantiert, dass Sie Ihr Vorhaben umsetzen werden. Genau das wird am Ende den Erfolg bringen.

Wer nur irgendwas machen möchte, wird am Ende nichts getan haben. Denn „irgendwas mit Berg“ ist genauso wirksam wie „irgendwann mit dem Rauchen aufzuhören“ oder „irgendwann mal“ anzurufen.