3 Schritte von der genialen PR-Idee bis zur Veröffentlichung

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Drei entscheidende Schritte braucht es, um mit einer guten Idee in die Presse zu kommen. Hier gibt es den 3-Schritte-Plan, damit die Pressearbeit auch auf Ihr Unternehmen “einzahlt”. Denn nur dann haben Sie eine geniale PR-Idee. Außerdem bekommen Sie eine konkrete Anleitung, damit Sie wissen, wie Sie den Journalisten ansprechen können.

1. Schritt: Das richtig gute Thema

Der wichtigste Punkt, um in die Medien zu kommen ist ein gutes Thema. Mit einem guten Thema treffen Sie den Nerv der Leser, Zuhörer oder Zuschauer. Nur dann wird der Journalist – und den müssen Sie überzeugen – das Thema nehmen. Denn der Journalist muss Themen liefern, die interessieren. Er arbeitet schließlich für ein Medienunternehmen, das verkaufen möchte.

Der Job des Journalisten: Er muss über das berichten, was interessant und neu ist oder unterhält.

Der Fehler vieler Unternehmen:

Viele Unternehmen machen den Fehler, dass der Anlass Ihrer Pressemitteilung oder Ihres Medien-Themas eigentlich nur sie selbst interessiert. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Produkt verändert wird oder vielleicht eine neue Produktionsmaschine gekauft wird.

Wenn Sie aber in die Medien möchten, muss es für die Leser, Zuhörer oder Zuschauer neu, wichtig oder interessant sein.

Wenn Sie jetzt also beispielsweise eine Idee zum Thema Ostern suchen, dann sollte das möglichst viele Menschen ansprechen. So kommen sie an weitere Themen:

  • Brainstorming
  • Umfrage (Freunde, Kunden und Kollegen)
  • Medienbeobachtung
  • Internetrecherche

Sammeln Sie so viele Themen wie Sie können – mindestens 5 Stück. Denken Sie an den Leser, Zuhörer oder Zuschauer. Ist das für ihn interessant?

WICHTIG: Das Thema muss auf ihr Unternehmen einzahlen!

Ein gutes Thema ist das A und O, denn nur dann nimmt der Journalist es Ihnen ab.

Die ganze Mühe lohnt aber nur, wenn Ihr Thema auch auf Ihr Unternehmen einzahlt.
Das heißt, wenn mit Ihrem späteren Text die richtige Zielgruppe angesprochen wird.

Darum ist es wichtig, dass Sie genau prüfen, ob Ihre Idee auch Ihre Lieblingskunden anspricht. Überprüfen Sie kritisch: Ist mein Thema interessant oder neu für meine Lieblingskunden oder meine Zielgruppe?

2. Schritt: Die richtigen Medien finden  

Haben Sie Ihre (Lieblings)Kunden denn schon einmal gefragt, was sie so lesen, hören oder sehen? Das sind nämlich genau die Medien, in die Sie rein müssen.

Es hilft nichts, wenn Sie eine wunderbare Doppelseite in einem Fachmagazin für konventionelle Landwirtschaft bekommen, wenn Sie sich an Vegetarier richten, die sich Bio-Qualität wünschen. Andererseits lesen diese vielleicht Blogs oder Magazine, die Sie gar nicht auf dem Schirm haben.

Um zielgerichtete PR zu machen, müssen Sie wissen, welche Medien Ihre (zukünftigen) Kunden nutzen und sich einen Überblick über die Medienlandschaft verschaffen.

Ein Beispiel: Oft höre ich von Kunden, die Frauen ansprechen, dass sie in die freundin oder Barbara wollen. Nur das wollen eben viele und dementsprechend schwer ist es, einen redaktionellen Beitrag in diesen hochpreisigen Magazinen zu bekommen. Sicherlich sind das bekannte Frauenmagazine, aber lesen Ihre Kundinnen diese auch?

Tipp: Gehen Sie weg von den bekannten Medien und versuchen Sie, Nischen zu finden.

Vielleicht gibt es ein anspruchsvolles regionales Kundenmagazin oder einen guten Blog, der für Ihre Zielgruppe sogar noch relevanter ist.
Mein Rat ist immer: Fragen Sie Ihre Kundinnen doch einmal, was sie lesen?

Außerdem fangen Sie an zu recherchieren, welche Medien es alles gibt, die für Ihre Zielgruppe noch in Frage kommen.

Ein Beispiel:

Ein unterschätztes Medium: Das Amtsblatt
Bei stark regional orientierten Kunden empfehle ich das Amtsblatt.
Hier ist der perfekte Platz einen Tag der offenen Tür anzukündigen.

  • Es hat eine hohe Auflage, wird kostenlos verteilt
  • gründlich gelesen (Abfallkalender ist abgedruckt 😉 )
  • und die Verantwortlichen im Amt freuen sich auf Zulieferung mit guten Bildern.

Allerdings müssen Sie beachten, dass es monatlich erscheint, also rechtzeitig informiert werden muss.
Fangen Sie an zu recherchieren:

  • Was Ihre Kunden lesen.
  • Welche Medien es alles gibt.

3. Schritt: Den Journalisten ansprechen

In meinen Seminaren ist das immer der Schritt, vor dem die Teilnehmer den größten Respekt haben.

  • Sie denken, dass sie den Journalisten nerven…
  • Sie wissen nicht, wie sie den Journalisten ansprechen sollen …
  • Sie haben Angst davor, zurück gewiesen zu werden…

Und ich als PR-Profi kann dann immer sagen: Das ist unbegründet!

Machen Sie sich stattdessen klar:

  • Journalisten suchen gute Themen.
  • Journalisten brauchen oft Experten.
  • Es ist ihr Job, Anfragen zu bearbeiten.

Wenn Sie mit einem guten und relevanten Thema anfragen, helfen Sie dem Journalisten.
Wie sprechen Sie den Journalisten am besten an:

Da kommt es ganz auf den Arbeitsstil des Journalisten an. Einige bekommen lieber E-Mails andere telefonieren lieber. Also nehmen Sie den Weg, bei dem Sie sich besser fühlen.

So gehen Sie in einer E-Mail vor:

  • Aussagekräftiger Betreff (Die Betreffzeile entscheidet darüber, ob die Mail gelesen wird)
  • Kurze Darstellung (Stichpunkte)
  • Vollständige Kontaktdaten
  • Bitten Sie um Feedback

Bei einem Telefonat sollten alle Daten kurz notiert sein, damit sie gleich auf den Punkt kommen können. Beginnen Sie unbedingt mit dem Interessantesten und Wichtigsten. Sollte das Thema abgelehnt werden, nutzen sie die Chance und fragen nach, was denn interessant wäre/ wann berichtet werden wird. So bekommen sie direkt von der Quelle vielleicht gute Ideen und der Journalist merkt, dass sie ihm gut zuarbeiten werden.